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Mehrere Wochen im Home-Office – wie hat es die Arbeitswelt verändert?

Innerhalb weniger Tage hat sich die Berufswelt auf den Kopf gestellt. Was gestern undenkbar war, ist heute normal. Selbstverständlich haben viele Unternehmen das Thema „Home-Office“ für einzelne Abteilungen schon seit Jahren ermöglicht.

So bin ich vor 15 Jahren mit den ersten Möglichkeiten konfrontiert worden und konnte mit der Einführung neuer Tools und Prozesse wachsen und vor allem auch als Führungskraft in der Steuerung eines über Deutschland verteilten Teams meine Erfahrung machen. Diese Erfahrungen konnte aber bisher nicht jeder Arbeitnehmer machen, daher ist das Home-Office für viele Mitarbeiter eine neue Erfahrung.

Nach wie vor gilt: Wer keine geeignete Arbeitsumgebung hat, wie z.B. einen Breitbandanschluss oder Räumlichkeiten in denen effektives Arbeiten möglich ist, der wird auch in Zukunft produktiver und effizienter im Büro arbeiten.  Aber, und das ist das Entscheidende, die Zusammenarbeit mit denen „da draußen“, also denen außerhalb des bekannten Büros, wird eine andere sein. Die Corona-Zeit hat das Gefühl vermittelt, Tätigkeiten durchführen zu müssen, ohne den Zugriff auf alle Unterlagen und Systeme zu haben. Oft genug habe ich erlebt, dass von sich auf andere geschlossen wird und die eigenen Fähigkeiten und Arbeitsumgebungen auch bei anderen angenommen werden.

Durch die veränderten Arbeitsbedingungen, weg vom Ideal, hat das Verständnis für die unterschiedlichen Voraussetzungen (Zugriffe, Zeit, Bandbreite, etc.) und am Ende für das Home-Office/mobile Arbeiten zugenommen.

Für uns alle wird das Thema Home-Office in Zukunft eine größere Rolle spielen, zumal die Investitionen für den sicheren Zugang ins Unternehmensnetz, der Einführung von Office 365 und Collaborationsplattformen (wie. Z.B. MS Teams) schon getätigt wurden. Mitarbeiter die zu Hause gute Arbeitsbedingungen vorfinden, können einfacher für gute Arbeitsergebnisse sorgen. Auch Führungskräfte werden gezwungen loszulassen - ihre Führung anzupassen, mehr Vertrauen zu schenken und durften Corona bedingt bereits feststellen, dass die Arbeit in den meisten Fällen genauso sorgfältig erledigt wird wie im Büro. Für die MitarbeiterInnen die eine andere, mehr vorgegebene Struktur, somit einen engeren Rahmen benötigen, aber in diesem die Arbeit genauso gut abliefern, bleibt das Home-Office eine Übergangslösung zur Überbrückung der Corona-Zeit.

Die tägliche Arbeit aus dem Home-Office deckt nun rasch die ganzen analogen Prozesse auf, die in der Büroumgebung nicht aufgefallen sind – konnte man doch mal eben ins Nachbarbüro gehen und eine Unterschrift einholen oder ins Archiv, um einen Ordner zu suchen. Der Schritt oder zumindest der Wunsch in Richtung eines papierlosen Büros war in so kurzer Zeit noch nie so groß!

Wie unterschreiben Sie derzeit Verträge im Homeoffice und wie halten Sie diese in den Systemen nach, das andere Abteilungen diesen auch finden? Gehören Sie zu denen, die Dateien per Mail mit dem Kollegium teilen oder arbeiten Sie schon gemeinsam an, auf und mit einer Datei? Oder ist die Personalabteilung schon soweit digital eingebunden, dass Urlaube oder Krankmeldungen aus der App heraus gestellt und an die entsprechenden Abteilungen automatisch weitergeleitet oder zur Genehmigung vorgelegt werden?

Konnten Sie ohne Einschränkung aus dem Home-Office arbeiten? Dann bedanken Sie sich doch einmal bei den Verantwortlichen für die technologische Weitsicht und die getätigten Investitionen. Gehören Sie zu der anderen Gruppe? Bedanken Sie sich dennoch bei Ihrer IT-Abteilung – sie haben gigantisches geleistet, um in wenigen Tagen die Arbeitsfähigkeit sicherzustellen.  

Bei jedem der Schritte in Richtung Home-Office sowie mobiles und vernetztes Arbeiten bedarf es nicht nur die Kosten und die Prozesse im Auge zu behalten, sondern auch die Datensicherheit von Anfang an zu planen, umzusetzen und zu dokumentieren.

Denn für alle digitalen Prozesse bilden die sichere IT-Landschaft sowie Governance- und Compliance-Vorgaben die Basis. Je mehr Prozesse digital abgebildet sind, desto mehr gilt es diese auch aus jeder Umgebung heraus zu nutzen. Vom Windows 10-Rollout, über die Einführung von Microsoft-Teams / M365 bis zur Harmonisierung von Geschäftsanwendungen stehen unsere Berater und Transition-Experten mit Ihrer Expertise zur Verfügung.

Kai Bowenkamp

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